Donnerstag, 25. Oktober 2012

#3

Im Zweifel für die Unendlichkeit und seelenlosen Schmerz.

Langsam drehe ich meine Runden. Alles, was mich hielt, lasse ich zurück. Finden kann ich ohnehin nichts mehr. Der Weg, den ich einst ging, verliert sich im Gestrüpp.

Je länger ich suche, umso mehr verliere ich die Sicht.

Montag, 27. August 2012

#2


Eins.
Sinnloses inmitten tausend Fäden. Sinnloses unter all den Tränen.
Zwei.
Einsamkeit verliebt sich nicht.
Drei.
Wege ohne Grenzen führen mich hinaus. Sie versuchen mich zu lenken.
Erfolglos durch die Nacht.
Vier.
Ich stehe auf.
Fünf.
Fort sind meine Gedanken, kann ihnen nicht folgen, sie nicht finden. Jeder einzelne Schritt versinkt in meinen Träumen.
Sechs. 

Dienstag, 3. April 2012

Lass los

Und du weißt nicht, wo du hingehörst.
Du schaust dich um. Gehst einfach weiter, tiefer in die Nacht hinein. Du hörst sie rufen, hörst mich rufen, und kannst es nicht zuordnen. Du lässt dich in die trübe Dunkelheit hineinziehen.
Je länger ich nach dir suche, je länger du den Stimmen horchst, umso dichter wird der Nebel und droht dich zu ersticken. Völlig egal wie sehr du dich wehrst, wie sehr du schreist.

Drum höre ich auf, mache kehrt und folge meinem Weg, den mir die Sterne weisen. Ich verschließe Augen und Ohren, meide meine Gedanken, in der Hoffnung, dich vor den Fäden zu schützen. Meine Erinnerung an dich zerfließt im jungen Morgenlicht.

Und du weißt nicht, wo du hingehörst.

Montag, 9. Januar 2012

xx



Nun stehe ich hier und weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll. Ganze Regengüsse durchnässen meine Kleider. Einzelne Regentropfen fließen an meinen Augenlidern herab, die schmalen Lippen entlang und fallen schließlich tief. Ich versuche in den Rausch des Regens einzutauchen, horche hinein und verliere mich. Meine Gedanken, meine Tränen sind nur einzelne Tropfen in einem Ozean der Verzweiflung, der mich immer mehr in sich hinein zieht. Ich lasse mich von hohen Wellen treiben bis ich in schreiender Stille untergehe.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Es geht nicht mehr

Ich löse mich in tausend Einzelteile auf. Je länger ich versuche sie bei mir zu halten, desto mehr werden bei jedem kleinsten Windstoß mitgerissen und verlieren sich zwischen dürren Zweigen unendlicher Leere. Drum lasse ich sie ziehen, blicke nicht zurück.