Donnerstag, 29. September 2011

.

Ich fühle mich vollkommen leer. Höre ich doch immer dieselben Melodien, doch sie erreichen mich nicht. Frei scheine ich und doch fühle ich die Fäden um meine Glieder.
Meine Gedanken ziehen an mir vorbei, würdigen mich keines Blickes. Keine Zeit hätten sie und doch halte ich die Zeit in meinen Händen. Was meine Augen verschreckte herrscht nun in mir auf einem Thron der Ängste. Verabscheuungswürdig blickt es auf meine Gedanken herab und absorbiert einen nach dem anderen. Widerstandslos ziehen sie dahin, als hätten sie mich niemals geführt.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Nichts

Ich weiß nicht, was mich erwartet.

Zuvor verließen mich die Fäden auf meinem Weg und im jetzigen Moment schnüren sie mir den Hals zu. Es gibt kein Vor und kein Zurück. Gefesselt in meinen eigenen Gedanken drohen Ängste mich zu zersetzen. Ich versuche mich aus ihren Schlingen zu entwinden, doch je mehr ich mich anstrenge, je mehr ich mich zu wehren wage, desto enger winden sie sich um meinen Körper.

Ich öffne meine Augen und sehe nichts als grenzenlose Leere. Verschwunden ist der Stein, verschwunden ist der Weg. Ich treibe und stehe doch still.

Ich muss mich selbst neu erfinden.