Mittwoch, 24. November 2010

Immer weiter

Lang mag der Weg sein, doch jeder Meter, jeder Schritt wird von einer Melodie begleitet, die mich immer weiter nach vorne drängt. Leichtfüßig umgehe ich liegen gebliebene Steine, ziehe vorbei an verlassenen Weiden, die traurig ins Ferne blicken.

War ich stets alleine, begleitet mich nun ein sanftes Wölkchen, das sich im letzten Tal verloren hatte. Am Tage weist es mir den Weg und schützt mich vor gierigen Gedanken, die versuchen, an meinen Gliedern zerrend, mich mit süßem Lilienduft vom Pfad zu locken. Doch nachts schmiegt es sich müde an meine Arme und ich bin auf mich alleine gestellt.

Ohne Rast muss ich weiterziehen und über mein Wölkchen wachen, das droht dem Traumland zu entweichen. Mir meinen Weg allein durch die dichten Nebelbänke bahnen und bloß nicht die Melodie verstummen lassen. Meine Ohren darf ich nicht verschließen, zu sehr irrte ich dann umher und verlierte mich im dunklem Wald.

Weiter auf dem Weg bleiben, weiter gehen, weiter horchen bis zum Morgengrauen.

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    Halleluja - endlich schaffe ich es mal wieder zu kommentieren! Ist wieder ein sehr schöner Text von dir. Auch wenn ich nicht immer was schreibe, lesen tu ich es auf jeden Fall.
    Einfach schön.

    alles liebe

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