Mittwoch, 8. Dezember 2010

Nachts

Ich schaue hinaus aus dem Fenster und verliere mich in der sternenklaren Nacht. Meine Gedanken folgen dem lockenden Ruf der Sterne und lassen sich nicht zähmen. Zu sehr sehnen sie sich nach der Kühle ihres Lichts, verzehren sich gerade zu danach. - Oh, könnte ich sie doch nur vor der nahenden Enttäuschung bewahren!
Doch sie hören nicht auf mich, blind und taub vor lauter Hoffnung verschließen sie sich. Wüssten sie doch nur, dass das Licht schon ewig verloschen ist...

Dienstag, 7. Dezember 2010

und wenn ich's mir aussuchen könnte,

schriebe ich Songs, um die Welt zu verbessern,
baute ich mir aus Träumen ein Haus,
sänge ich die Melodie der verstummten Tränen,
würden Sterne leise deinen Namen sagen,
bliese der Wind deine Sorgen hinfort,
schützte die Sonne dich vor den Illusionen,

und wenn ich's mir aussuchen könnte,
wäre ich nun bei dir.



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alt.

Montag, 6. Dezember 2010

Ohne Ziel

Vor mir noch kein Ziel zusehen, hinter mir kein Weg zurück. Einsam ziehe ich mit meinem Unwissen und lasse mich lenken.

Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts. Hohe Stämme umzingeln mich. Ihre Kronen bilden ein schützendes Dach vor den versengenden Strahlen der Sonne.

Doch im Schattenlicht gefällt es mir auch nicht. Die Kühle greift nach mir, bedrohlich und dunkel. Keinesfalls ruhen, niemals vom Weg abkommen, das sagten sie mir. Oder sagte ich das?

Verzweifelt suche ich die Fäden, die mich führten, schreie stumm ihren Namen in die Dunkelheit, die nicht zu enden scheint. Nichts.

Nun stehe ich hier. Verlassen an einem Ort ohne Wiederkehr und spüre sie kommen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Blau.

Tiefes Blau. Ich öffne meine Augen und sehe Blau.

Wie Tinte erfasst es mein Gesicht, ertränkt es in seiner Kühle und gewinnt Stück für Stück für sich. Es fließt durch meine Adern, das Blau. Für einen kurzen Moment steht die Welt still - so scheint es. Doch wenn ich nun aufmerksam aufhorche und der Melodie freíen Zugang gewähre, dann sehe ich, dass der Zeiger rast. Er rast völlig losgelöst von Jeglichem.

Mein Herz ruht stumm an seinem Platz, durchtränkt von diesem Blau. Längst hörte es auf zu klagen, längst war das Siegel verschlossen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Danse.

Danse avec moi mon p'tit étoile, danse avec moi sans conscience. Oublis tous, oublis ton origine et plane entre le ciel et l'enfer.
Rien ne va pas nous déranger. Te concentre sur tes pieds, sur le pas et déguste le moment.

Danse avec moi ma jolie.



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Korrekturen sind wie immer willkommen.

Freitag, 3. Dezember 2010

Komm mit.



Komm mit auf meine Reise ins Glück. Mag der Weg noch so weit sein, jede Hürde noch so hoch, hoffnungslos wird es nie sein. Steinig wird er sein, der Weg, doch wenn du nicht auf Stelzen gehst, wirst auch du ihn vielleicht entlang schweben und den Blumen "guten Tag" wünschen.

Lass dich mitreißen von deines Herzen Melodie und horche ihren sanften Tönen. Erhebe dich, schließe die Augen und lass deinen Gedanken freien Lauf. Spüre ihre sanften Berührungen, wie sie über deine Wange streicheln und stumm deinen Namen flüstern. Lass dich von ihnen tragen, Stück für Stück, als seist du nur ein winziges Molekül in mitten von unzähligen Sternen am Firmament, spazierend in der Unendlichkeit.

Nun öffne deine Augen und schau mich an. Mach es mir nach und folge mir, lass alles hinter dir zurück. Was ist und einmal war ist auf unserem Weg nicht von Bedeutung. Doch lass dich bloß nicht von jeglichen Illusionen täuschen, lass sie nicht zu nah an dich heran. Schließlich willst du nicht, dass unsere kleinen Gedanken zerplatzen.

Mittwoch, 24. November 2010

Immer weiter

Lang mag der Weg sein, doch jeder Meter, jeder Schritt wird von einer Melodie begleitet, die mich immer weiter nach vorne drängt. Leichtfüßig umgehe ich liegen gebliebene Steine, ziehe vorbei an verlassenen Weiden, die traurig ins Ferne blicken.

War ich stets alleine, begleitet mich nun ein sanftes Wölkchen, das sich im letzten Tal verloren hatte. Am Tage weist es mir den Weg und schützt mich vor gierigen Gedanken, die versuchen, an meinen Gliedern zerrend, mich mit süßem Lilienduft vom Pfad zu locken. Doch nachts schmiegt es sich müde an meine Arme und ich bin auf mich alleine gestellt.

Ohne Rast muss ich weiterziehen und über mein Wölkchen wachen, das droht dem Traumland zu entweichen. Mir meinen Weg allein durch die dichten Nebelbänke bahnen und bloß nicht die Melodie verstummen lassen. Meine Ohren darf ich nicht verschließen, zu sehr irrte ich dann umher und verlierte mich im dunklem Wald.

Weiter auf dem Weg bleiben, weiter gehen, weiter horchen bis zum Morgengrauen.

Dienstag, 23. November 2010

Liliengrab

Der Wind trägt sie fort, ohne Grund und ohne Sinn. Leise und unbemerkt zieht er vorbei, ein leichter Hauch, eine sanfte Brise, die mein Haar umspielt. Er liebkost mich, erwartet nichts. Ich ziehe mit ihm, völlig ohne Grund und ohne Sinn.

Was ist und einmal war zieht an mir vorbei. Ohne Hallo und ohne Tschüß, ganz so, als kenne man sich nicht. Schmerzerfüllt folge ich bis zum ersten Widerstand, der Furcht einflößend den Platz, der mir zu steht, einnimmt. Ich schaue mich um und finde nichts, weder einen Weg, der mich lenkt, noch die Fäden, die mich zogen.

Verloren, das bin ich, an einem Ort ohne Wiederkehr. Ich lasse meinen Gedanken freien Lauf, lasse sie wachsen. Sie richten sich auf, bahnen sich ihren Weg, doch verlieren sich im Nirgendwo.

Ich versinke inmitten welker Lilien, die stumm ihr Lied anklingen. Jede Bewegung, jeder Atemzug brennt im Herzen, dessen Schreie die Harmonie der Melodie stören und die Fäden stärken. Oh, könnt ich doch nichts spüren!

Montag, 22. November 2010

Spieluhr

Ruhelos gehe ich weiter und weiter, ohne Halt auf dem Weg zum Ursprung der Melodie. Fuß für Fuß, Schritt für Schritt, Stein für Stein, Stock für Stock. Es ist strapazierend, ganz gewiss, doch rasten mag ich nicht.

Jeder weitere Schritt zehrt einen Faden, doch zu gleich schaffen Gedanken neue Triebe, die sich zu verlieren drohen. Gerne schaue ich ihnen zu, doch darf ich mich nicht ablenken lassen und muss mich völlig auf den Weg konzentrieren. Unachtsamkeit, das sah Vernunft nicht gerne. Drum folge ich brav und treu.

Viele Schöne Blumen erstrecken sich nach mir und versuchen zu verlocken, doch ich widerstehe mit dem Ziel vor Augen. So sehr sie nach mir greifen, sie sich nach mir sehnen, ich kann sie weder sehen noch hören. Traurig bin ich nicht – ich habe mein Ziel vor Augen.

Langsam bewege ich mich und doch ganz schnell. Ich achte auf jeden Schritt und kann ihn doch nicht kontrollieren. Ich schaue zu, von oben herab, wie ich Schritt für Schritt den Weg passiere. Die Fäden lenken mich, ich vertraue ihnen und folge gerne ihrem Willen. Ich nehme ihren, sie den meinen.

Nah, ganz nah bin ich nun. Nur eine Station auf meiner langen Reise – die erste, doch nicht die letzte. Ich horche – und höre nichts. Ich rieche – und rieche nichts. Ich sehe – und…sehe sie.

Dort steht sie stolz und unbefleckt und spinnt des Lebens zarte Fäden. Ihre Melodie erklingt in meinen Ohren – eisern und doch herzlich. Ich höre ihre Stimme. Sie ist es, die mich vorantreibt.

Langsam dreht sie sich. Langsam, ganz sachte. Ein Stückchen Hoffnung auf dem weiten Felde.

Ich habe sie gefunden.

Doch rasten darf ich nicht.

Weiter, immer weiter. Sie lässt mich nicht ruhen, meine Spieluhr.

Sonntag, 21. November 2010

Stillstand

Umschlossen in vollkommener Leere suche ich den Faden, der mich lenkte. Ich kann mich drehen, ich kann mich umschauen, völlige Dunkelheit ist, was ich erblicke.

Meine Gedanken ein leichtes Lüftchen, mein Körper ein schwerer Stein. Will ich nach rechts, bleibe ich stehen. Will ich mich setzen, so bleibe ich stehen.

Verzweiflung im Kampf gegen Wut, völlige Leere gegen Überfüllung. Chaos gegen Ordnung. Frage gegen Antwort.

Was einst verstanden, wirft nun Fragen auf, die nicht beantwortet werden können. Was einmal war und nun ist, verliert sich.

So nah am Ende und doch am Anfang. Schwer der Versuch dem Ruf der Resignation zu widerstehen. Sie lockt mich mit süßen Worten, liebkost mich, verspricht mir das Ende. Doch ich fühle. Ich ignoriere die Verlockung, denn ich fühle.

Die Melodie ist verstummt, die Zeit erstarrt.

Ich muss suchen.

Verloren in vollkommener Leere, verloren im ewigem Stillstand.

Samstag, 20. November 2010

Der Hut



Ich setze meinen Hut auf und werde Kind.

Ganz groß und Furcht einflößend sieht die Welt schon aus von hier unten. Aber irgendwie auch doch nicht. Eigentlich recht angenehm.

Ein Schritt nach vorn, ein schritt zurück und ein großer Sprung nach vorn. Ganz leicht und unbeflügelt gehe ich nun den Weg entlang vorbei an großen Bäumen.

Ein prüfender Blick zurück und weiter geht’s. Ich summe die Melodie, die mich auf Trab hält, doch breite ich die Flügel aus, spüre ich nichts.



Kind sein, das mag ich.



Des Gedächtnis’ Kopien sind zahlreich. Leicht verschwommen, aber farbenfroh und doch leicht erkennbar, wenn auch nicht beschreibbar.



Ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück.



Ich ziehe die Arme ein mit leichtem Widerstand und dreh’ mich um die eigene Achse.

Hoppla, auf dem Boden sollte ich nicht landen. Noch ein Blick umher, nach vorne und zurück und auf.

Treff ich den Wolf, so frag ich ihn nach Mut, den ich damals verlor, als Verstand ging. Vielleicht sah er ihn, der Wolf. Vielleicht hilft er mir bei der Suche. Oh doch, ich glaub’ es fest.



Zwei Schritt’ vor, ein Schritt zurück.



Ich rücke meinen Hut zurecht. Fein will ich aussehen, wenn ich den Weg entlang gehe, das schönste Kleid trage ich. Es lohnt nicht, doch es kümmert mich nicht. Ich fühle mich wohl und mag es so.

Noch ein Blick zurück. Alles sieht so fern aus, als wäre ich nie da gewesen. Ich greife nach dem Wölkchen und greife doch ins Leere. Mag es haben, aber doch nicht willenlos.

Begleiten soll es mich, solang es mag. Mein stetiger Begleiter sein und mit mir spielen, mir helfen in der Not. Doch zwingen mag ich’s nicht. Sicher bin ich mir, dass es mir dennoch folgt. Ein schlechter Mensch, das bin ich noch nicht.



Komm, Wölkchen, komm.



Eine leichte Brise weht es hinter mir her, tanze ich den Weg entlang immer weiter wie die Melodie mich zieht. Ich spüre den sanften Ruck an meinen Armen, doch beachte ihn nicht. Ich sehe den feinen Faden, doch beachte ihn nicht. Zu aufregend ist der Tanz der Kindheit.



Zwei Schritt vor, ein Schritt zurück.



Meine Gedanken verflechten sich unkontrolliert zu einem großen Schirm, der mich umgibt. Nur molekülartige Bruchstücke verlieren sich im Chaos und ziehen verspielt an den Fäden.



Zwei Schritt vor.



Ich höre genau hin und folge weiter der Melodie. Metallisch und doch sanft ruft sie mich und führt mich zum Karussell ohne Wiederkehr.
Fast mechanisch lasse ich mich gleiten und vergesse alles, was hinter mir liegt.



Ein Schritt vor.



Zwei Schritt vor.



Ich horche und lasse mein Herz selbst zur Spieluhr werden. Es antwortet mit Noten und Linien, doch verstehen tu’ ich’s nicht. Ich folge dem Schlüssel und suche und suche, doch ich finde es nicht. Schaue nach rechts, schaue nach links. Ein Schritt nach rechts, ein Schritt nach links.

Über mir ein Wirrwarr einzelner verketteter Wörter, die nicht ganz zusammen passen und doch den Weg in die Freiheit nicht finden. Oh nein, mein Schirm! Die Farben fließen zu Boden und verlieren sich, sodass er verblasst bis zum kompletten Verschwinden. Mich fröstelt’s und ich suche Schutz, doch so ganz ohne Gedanken, ohne meinen Schirm finde ich nichts.


Ich will hier weg.


Ich lege meine Hände auf den Hut und setze ihn ab.

Nun stehe ich hier. So ganz ohne Hut.

Ich schaue mich um.

Zwei Schritt zurück.

Meine Flügel verlieren sich in den ungesättigten Farben.


Ich war Kind und bin es immer noch.

Freitag, 19. November 2010

Tanz im Chaos

Schritt für Schritt den Rand entlang. Der Tanz, der niemals endet, ohne Takt und Melodie. Die Suche gab ich längst auf, mit dem Wissen, die Zeit hat sie verschlungen. Wie sie es tat, ist ungewiss, doch dass sie es tat, ist genug zu wissen.

Spröde Fäden leiten und ziehen mich, aber ein Entkommen ist dennoch chancenlos. Zu stark sind sie noch, doch irgendwie will ich auch nicht fort. Ich fühl mich wohl inmitten stummer Tränen, die sich weigern zu vergießen.

Ich breite meine schwachen Arme aus, bin ein Vogel im Wind. Frei und doch gefangen. Meine Finger suchen die Fäden, doch spüren nur den Ruck an meinen Gliedern. Ruck um Ruck dem Wege nach ins Ungewisse.

Beißend und stechend ist der Geruch, der sich in meine Nase verirrt. Die Kälte, ich rieche sie so deutlich wie nie zuvor. Würzig und süß ist er, der Geruch. Klar und rein. Ich schließe die Augen und atme tief ein, genieße den tiefen Zug, den einzigen Sinn, den ich noch spüre. In sanften Wellen durchströmt er den Kern und gibt der Hülle neue Kraft. Ich spüre die Kälte, spüre sie tief in mir. Unangenehm ist es sicherlich nicht.

Ich ziehe meine Flügel ein, es ist noch lange nicht Zeit. Den Ort, an dem ich Geduld verlor, muss ich noch finden, ich will sie suchen und wieder lieben lernen. Ich bin mir sicher, sie erzählt mir von Verstand.

Doch zuerst muss ich mich fallen lassen und mir bewusst werden, dass es meine eigenen Hände sind, die meine Augen verdecken. Erkennen, dass die Fäden meine eigenen Gedanken sind, die sich im Chaos verlieren.

Donnerstag, 18. November 2010

Ironie

Ironie, oh Ironie.
Meine Geliebte, meine Standartausrüstung.
Verlass mich nicht, oh Ironie.
Ich mag dir schenken, allerlei. Wie wäre es mit Treue? Ganz frisch vom Markt? Oder Satirik?
Sag mir, was dich reizt, oh geliebte Ironie.
Ohne dich nur die Hälfte und mit dir herzenbrechend.
Oh, Ironie, Sag, was dich bedrückt. Dir fehlt dein Glanz, du bist erblasst, komm mit mir Ironie.
Folge der Melodie, addiere dich zum Karussell.
Vertraue mir, vertraue ihm.
Oh Ironie, bereu' es nicht. Die Illusion bekommt dir nicht.
Oh Ironie, streite nicht.
Meine Vernunft, sie spricht nicht gern. Doch dich schließt sie ins Herz.
Oh Ironie.
Erstarre nicht.




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Gefällt mir heute nicht mehr. Wirkt viel zu steif und holprig.

Mittwoch, 17. November 2010

Füsilier

Der Wagen Emphyrium
offenbart seine schönste Seite:
Lilien liiert mit
des Karussells Ressource,
dienen mefitisch
als Accessoires.
Melancholie
namens
Pneumatologie
schließt die Melodie
in ihre Arme.

Dienstag, 16. November 2010

Klassifizierung






Des klastischen Herzen Melodie
zieht die Wagen
im Kreislauf.
Armiert
und dennoch
leicht verletzbar,
gewinnt es an
Geschwindigkeit
aus Furcht vor
Klassifizierung,
dem Katalysator
zur Endstation.

Montag, 15. November 2010

Der Schmerzen wegen
völlig blockiert,
versuchend den Illusionen
zu entgehen.
Das Karussell,
es rostet und wartet
voller Erwartung
auf den entscheidenden
Schlag.

Sonntag, 14. November 2010

Realität

Mit klarem Blick
durchs Leben irrend.
Der Illusion wegen
behindert,
auf der Suche
nach dem wahren Ich.
In Versuchung zu resignieren,
doch den Weg zurückgefunden.
Dank Realität.

Samstag, 13. November 2010

Nur Mut

Reduziere nicht
das Leben
auf sämtliche Illusionen
Folge der Melodie
horche dem Klang
Realisiere
und doch
fantasiere
über den Sinn
Doch resignieren
das darfst du nicht.

Freitag, 12. November 2010

Herz

Illusionen verhuellen den Tag,
versperren die Sicht.
Die Enttaeuschung waechst,
doch die Traenen sind schon laengst verstummt.
Das Herz, irrend durch das Karussel,
will vergessen,
ganz ohne Zeit.

Donnerstag, 11. November 2010

Lebensjahr

Das Alter,
der Zeit Tochter,
spielt ihr Spiel.
Das Ende naht,
doch noch,
dem Anfang nicht weit,
erwacht die neue Zeit.
Veraenderung klopft an die Tuer,
des Alters Feind,
die Jugend,
haelt den Schluessel
zum neuen Glueck.

Mittwoch, 10. November 2010

Willenlos

Verloren im Karussell
auf der Suche nach der Zeit.
Der Erinnerung Spuren
weisen den Weg,
doch völlig unwissend.
Nur der Illusionen Gesang
führt zum Ziel.
Völlig willenlos.

Dienstag, 9. November 2010

Emotion

Die Erkenntnis
zerrt an den Fäden.
Verwirrt,
ob der Gedanken Endlosschleife
der Wahrheit entspricht.
Des Menschen Gefühl,
nur eine Illusion
oder doch
Realität?
Vergebens
das Warten auf Antwort.
Stumm
erleiden die Worte
den Tränentod.

Montag, 8. November 2010

Muse

Die Zeit sucht Vergeltung
in der Melodien Wunden.
Musagets sinister Ruf
führt sie zur
Epave.
Kordial.
Deciso.


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haha, damals war des Fremdwörterbuch mein bester Freund. Finde ich mittlerweile schon eher unpassend.

Sonntag, 7. November 2010

Tanz

Und ich tanzte an der Schlucht zwischen Vergessen und Wahnsinn.
Völlig losgelöst von der Vernunft,
frei von jeglichen Gedanken.
Mein Herz,
es schlägt zwar,
doch röchelt und kämpft um sein Leben.
Der Melodie folgend
frage ich
nach dem Sinn und der Hoffnung.
Ungewiss,
ob ich sie finden werde.
Ich tanze,
Schritt für Schritt
die Kante entlang.

Samstag, 6. November 2010

Freiheit

Der Melodie
schwache Flügel
tragen sie hinaus
in die Welt.
In die Welt
außerhalb der gold'nen
Stäbe.
Pönalisiert.
Kollabesziert.


Der Illusionen
süßer Duft
ruft sie in seine Fänge
und lässt
den kleinsten Rest
zerfallen.

Freitag, 5. November 2010

Geduld

Ich erinnere mich wage, an diese eine Bekannte. Damals kannte ich sie gut, verzichtete nie auf sie.

Es war an jenem Tage, ich traf sie mit Vernunft. Fasziniert spielte sie mit mir, zog an den Fäden und verlängerte sie ein Stück. Ach, wie sehr ich es vermisse, in ihre Melodie mich fallen zu lassen, die Zeit zu vergessen und zu wissen, das Karussell, das verharrt nie.

Doch irgendwann stand es still.

Ich folgte dem Weg und hoffte sie zu finden, meine Melodie. Ob Tag, ob Nacht, ob Sturm, ob Sonnenschein, ich lief und fand sie nicht.

Heute stehe ich hier. Ganz ohne Begleiter zur Endstation.

Donnerstag, 4. November 2010

Marionette

Eine Marionette,
das bin ich.
Gesteuert von Fäden.
Realität
oder Illusion?
Eigenständig.
Meine Glieder,
blockiert.
Doch ich denke.
Gleichgültig.
Das bin ich,
eine Marionette.

Mittwoch, 3. November 2010

Stille

Der Wagen wegen überlastet,
irrt es in der Illusionen Labyrinth.
Einst die Melodie frohlockte,
tanzt sie stumm nun ihre Reihen.
Des Verstandes Photographie
erinnert an Vergangenes,
ruft die Erkenntnis:

Das Karussell ist erstarrt.

Dienstag, 2. November 2010

Vernunft

Ich hatte einmal eine Freundin, die hieß Vernunft.

Zusammen waren wir auf der Illusionen Karussell und teilten uns Liebesäpfel aus Träumen.
Doch eines Morgens erwachte ich alleine. Erschrocken suchte ich sie in allen Ecken meines Zimmers. Doch alles was ich fand war Staub.

Ihr Verlust brach mir das Herz. Ohne ein Wort ging sie damals fort und alles was mir von ihr blieb, war eine Kopie ihres Daseins in meinem Gedächtnis.

Ich fand nie wieder zurück zum Karussell.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Der erste Post

Ich werde nun versuchen jeden Tag einen Text/ein Gedicht zu posten. Die meisten werden auf dem ersten Blick nicht wirklich verständlich sein, aber auf dem zweiten erkennt man, dass sie alle einer Serie entstammen.

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Erinnerung
Traumgleich
warnt des Gedächtnis’ Schauspiel
vor dem Vergessen.
Des Erlebten Kopien
tanzen eine Endlosschleife
vor unserem Auge.
Dieser Prozess,
meist ungewollt,
entzündet Zweifel an der Korrektheit.
Nur ein weiterer Wagen
in der Illusionen Karussell,
mag einer sagen.
Doch wohl einer
der wenigen stetigen Begleiter
auf dem Weg zur
Endstation Eden.

Freitag, 1. Januar 2010

Systemfehler

Eine Illusion
mein Gefühl
Zweifel an der
Existenz.
Nur ein Punkt
in der Matrix.
Ungewiss,
ob ich ihnen
gleiche.
Völlige Verwirrung.
Ein Individuum?